Schulpolitisch gedankenlos:
Das bedeutet, man kann nicht einfach 3.000 Lehrer von irgendwoher sofort einstellen. Dem stehe der Fachlehrermangel entgegen.
Folgekosten nicht im Sinn:
Die Grünen geben keine Auskunft darüber, ob sie die 3.000 Lehrer als Beamte oder BAT-Kräfte einstellen wollen. Gerade bei verbeamteten Lehrern entstehen sehr hohe Versorgungskosten, die schon während des Berufslebens vom Land Hessen zurückgelegt werden.
Ein finanzpolitisches Desaster:
Obwohl die Grünen bemängeln, dass der hessische Haushalt über der verfassungsmäßigen Verschuldungsgrenze liegt, fordern sie nun spontan eine zusätzliche Erhöhung von 150 Millionen Euro. Die Beispielrechnung, wonach diese verstetigte Investition ohne neue Schulden durch die sinkenden Schülerzahlen ab 2012 finanziert werden könne, ist schlichtweg unseriös. Verhaftet in der kameralistischen Buchführung ist dies ein kalkulatorischer Kamikaze-Flug.
„Rechnet man diesen Bildungspakt auf der Grundlage der doppelten Buchführung – die jetzt im Land Hessen eingeführt wurde – so stößt man schnell auf dessen Grenzen: Auch wenn die Schülerzahlen ab 2010 sinken und pensionierte Lehrerstellen nicht mehr besetzt werden, planen die Grünen, den Etat unverändert zu belassen“´, äußerte sich die Bildungspolitikerin verständnislos. „Die FDP bietet den Kollegen der Grünen an, hier einen Doppik-Kurs zu belegen, um ihre Konzepte zukunftsorientiert und finanzpolitisch einwandfrei rechnen zu können.“
Mehr Mittel im Bildungsbereich seien wünschenswert, seien aber nur durch Umschichtungen im Gesamthaushalt vorzunehmen.
