Viele Projekte seien angestoßen worden, blieben aber im Ansatz stecken oder seien völlig verbürokratisiert umgesetzt worden, kritisierte die liberale Schulexpertin das schulpolitische Regierungshandeln. „Die so genannte Unterrichtsgarantie Plus bildet dabei den negativen Höhepunkt der CDU-Schulpolitik“, kritisierte Henzler.
Kein anderes Projekt habe bislang einen derartigen Unmut von Schulen und Eltern auf sich gezogen. „Ein erfolgreicher Kurs in der Schulpolitik ist aber nicht möglich, wenn die Beteiligten nicht dahinter stehen und ein Ziel nicht erkennbar ist“, monierte Henzler. Die Landesregierung habe durch ihr bürokratisches Umsetzungsverfahren die ursprünglich gute Sache, die Einführung einer verlässlichen Schule in Hessen, verkorkst.
„Reformen brauchen Zeit, klare Rahmenbedingungen für Schulen und den Mut zur Freiheit anstatt undurchdachter Konzepte ohne klares Ziel mit engen Vorgaben“, so die FDP-Politikerin.
Die aktuellen internationalen und nationalen Vergleichsstudien belegten leider wieder eindrucksvoll, dass Hessen vom Bildungsland Nr. 1 weiter denn je entfernt sei. „Es ist also Zeit für eine Wende in der Schulpolitik. Diese erfolgt spätestens im Frühjahr 2008“, so die Liberale abschließend.
