"Die Grundhaltung der FDP im Öffentlichen Personennahverkehr gilt auch für die nun anstehende Bahnprivatisierung. Dazu gehört der faire Wettbewerb, die Trennung von staatlicher Verantwortung und unternehmerischer Verantwortung sowie die Sicherung des Verkehrs", so Posch.
Posch machte für die FDP deutlich, dass es auf mittlere Sicht zu einer weiteren Privatisierung der Verkehrssparten und dadurch zu einer endgültigen Trennung von Netz und Betrieb kommen solle. Die vertraglichen Sicherungsmaßnahmen seien deshalb letztlich nur etwas weiße Salbe, weil sobald Kapitalerhöhungen notwendig würden, werde der Bund nicht mitziehen können und demzufolge weitere Anteile veräußern.
Der liberale Verkehrspolitiker bezeichnete die vorläufige Beschränkung der Investoren auf 24,9% als unschädlich, weil die Spielregeln des Kapitalmarktes sofort griffen. Der Bund könne angesichts des Risikos von Gewinnwarnungen und Kursverlusten keine kapitalmarktwidrigen Entscheidungen durchsetzen. Somit stünde auch der mit einer Privatisierung gewollten Stärkung von Effizienz, Kostensenkung und Innovation nichts im Wege.