FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Dorothea Henzler: „Die Landesregierung muss kreative Lösungen finden, um Arbeitscoaches an den Schulen weiter zu beschäftigen.“

Arbeitslosenprojekt „Erfahrung hat Zukunft“


Dorothea Henzler
Mit einer Kleinen Anfrage forderte die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler, heute die Landesregierung auf, sich mit der Zukunft der so genannten Arbeitscoaches zu befassen, die sich derzeit im Rahmen des Projekts „Erfahrung hat Zukunft“ an hessischen Schulen befinden. Dieses Projekt laufe mit Beginn des neuen Schuljahres aus. „Die Arbeitscoaches haben wertvolle Unterstützungsarbeit an den Schulen geleistet und die Lehrkräfte und Schulleitungen entlastet. Es ist verständlich, dass die Schulen diese Menschen gerne behalten möchten. Die Landesregierung ist nun aufgefordert, kreative Lösungen zu finden, um die Arbeitscoaches weiter an den Schulen zu beschäftigen“, forderte Henzler.

Bei den Arbeitscoaches handele es sich um ältere Arbeitslose über 50 Jahre, die im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit und der Stiftung der Zeitarbeitsfirma randstad seit Januar 2007 an den Schulen eingesetzt worden seien. Dort hätten sie vielfältige Unterstützungsleistungen für die Lehrkräfte bei der Organisation des Schulbetriebs übernommen und insbesondere Jugendliche bei ihrer beruflichen Orientierung geholfen und sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützt. „Für viele Schulen sind die Arbeitscoaches unverzichtbar geworden, da sie mit ihrem außerschulischen Wissen und ihrer Erfahrung junge Menschen beim Übergang ins Berufsleben unterstützen und die Lehrkräfte von außerunterrichtlichen Tätigkeiten entlasten konnten. Dies zeigt, wie wichtig Personal von außen für die Schulen ist.“, zeigte sich Henzler überzeugt.

Die Schulen seien sehr enttäuscht, dass sie nach guter Erfahrung ihre Arbeitscoaches wieder hergeben müssten. Es sei nachvollziehbar, dass sie dafür kämpften, dieses Personal behalten zu können, berichtete die FDP-Politikerin von entsprechenden Gesprächen und Briefen. „Bei den Arbeitscoaches kann man von einer win-win-Situation sprechen: Sie tun den Schulen gut und schaffen einen konkreten Weg aus der Arbeitslosigkeit für die einzelnen Betroffenen. Die Landesregierung muss schleunigst handeln und eine Weiterbeschäftigung der Arbeitscoaches im nächsten Schuljahr ermöglichen“, forderte Henzler. Dazu frage Henzler in ihrer Kleinen Anfrage die Landesregierung, ob das Projekt verlängert werde oder welche Maßnahmen die Landesregierung ergreife, um die Arbeitscoaches weiter zu beschäftigen.

Die positiven Erfahrungen mit den Arbeitscoaches bekräftige die FDP in ihrer Forderung nach einer hundertfünfprozentigen Lehrerstellenzuweisung mit der Option für jede Schule, 20 Prozent davon zur eigenständigen Verfügung in Geldmitteln erhalten zu können.