Mit Blick auf die SPD sagte er: Bemerkenswert sei, dass selbst der Bundesumweltminister den Einsatz und Neubau von Kohlekraftwerken als unverzichtbar beschreibe, um die Energieversorgung sicherzustellen.
„Wir brauchen einen Energiemix, der sämtliche Energieträger einbindet, um die Energieversorgung in Hessen sicherzustellen“, so Sürmann.
Dazu gehörten neben dem kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien für die Liberalen aber auch Kohle und als Übergangstechnologie die Kernenergie. Ein Verzicht auf den Neubau von Kohlekraftwerken und den damit verbundenen Ersatz der alten Anlagen sei für die Sicherung der künftigen Energieversorgung höchst unseriös.
„Wir brauchen Energiepolitik ohne ideologische Scheuklappen. Dazu gehört es auch, die Forschung im Bereich der Erneuerbaren Energien zu forcieren und parallel dazu die Speichertechnik zu optimieren. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist die Kernenergie unverzichtbar im deutschen Energiemix. Wir sind in der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen den atomaren Abfall, der ja da ist, sicher zu entsorgen; dieses zu erforschen kostet viel Geld; Gewinne aus einer Laufzeitverlängerung könnten hierfür verwendet werden, was die Energiekonzerne zugesagt haben. Gerade im Hinblick darauf, dass regenerative Energien zurzeit noch nicht ausreichend und sicher zur Verfügung stehen, müsste Strom aus den abgeschalteten deutschen Kernkraftwerken durch Strom aus Kohle-, Gaskraftwerken oder ausländischen, weniger sicheren Kernkraftwerken ersetzt werden. Und das wollen wir nicht. Im Zusammenhang mit einer sicheren Energieversorgung müssen die Potentiale zur Auskopplung von Fernwärme soweit möglich beschleunigt werden. Versorgungssicherheit bedeutet auch gleichzeitig die Ausschöpfung von Energieeinsparpotentialen“, so das Fazit von Sürmann.
