FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Florian Rentsch: „Bessere Verzahnung der betroffenen Stellen ist geboten“

Anhörung zu Missbrauch von Kindern

Wiesbaden – „Um Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern wirkungsvoll zu begegnen, brauchen wir eine bessere Verzahnung der betroffenen Stellen, also der Jugendämter, Gerichte, Polizei, Staatsanwaltschaft und der Krankenkassen. Dieses Fazit kann bereits jetzt aus der heutigen Anhörung gezogen werden. Zudem müssen die Vorsorgeuntersuchungen verpflichtend für alle Kinder werden und wir brauchen ein Modellprojekt mit Erstinterventionsteams nach Berliner Vorbild“, sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, nach einer ersten Auswertung. 

Die bisherigen Vorsorgeuntersuchungen bei den Kinderärzten seien ein guter Ansatz, um Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern frühzeitig zu erkennen. „Das funktioniert aber nur, wenn wir die Vorsorgeuntersuchungen zur Pflicht machen“, so Rentsch weiter, der sich hierzu eine Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und eine Screening-Stelle vorstellen könne. 

Für Hessen forderte der liberale Sozialpolitiker die Einführung eines Modellprojektes, bei dem so genannte Erstinterventionsteams am Jugendamt gebildet würden. „Das sind spezielle Teams, die bei Verdachtfällen etwa auch nachts benachrichtigt werden. Da das in Berlin schon funktioniert, gibt es keinen Grund, das nicht auch in Hessen einzuführen“, so Rentsch abschließend.