"Das Ersetzen des Wortes 'Anschlussfähigkeit' durch 'Durchlässigkeit' ist Augenwischerei, wenn nicht entsprechende Mittel zur individuellen Förderung bereitgestellt werden. Die aus der Durchlässigkeit folgende Vereinheitlichung der Lehrpläne ist auf dem Weg zu Bildungsstandards und Kerncurricula außerdem kontraproduktiv", erklärte Henzler.
Auch habe sich für die FDP in der Anhörung bestätigt, dass die verlässliche Schulzeit eigenverantwortlich von den Schulen festgelegt und geregelt werden sollte. "Die Kritik an den im SPD-Gesetzentwurf festgelegten Zeiten für eine verlässliche Schulzeit macht deutlich, dass diese Regelung viel zu unflexibel für die Schulen ist. Die Sozialdemokraten hinken beim Thema Eigenverantwortung hinterher. Die Schulvertreter sind hier bereits viel weiter", so Henzler. Eigenverantwortung benötigten die Schulen auch beim Thema Schulzeitverkürzung. "Die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 als Angebot für Kooperative Gesamtschulen ist der richtige Weg. Die Schulen sollen selbst entscheiden können, ob und wann sie zu G9 zurückkehren", erklärte die FDP-Politikerin.
