FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Nicola Beer: "Das Hamburger Studiengebührenmodell ist eine Kompromissformel für Hessen."

Aktuelle Stunde zum Hamburger Studiengebührenmodell


Nicola Beer
Grundsätzlich positiv bewertete die hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Nicola Beer, das in Hamburg ausgehandelte Modell zu Studiengebühren, das eine Absenkung des Studienbeitrags von 500 Euro auf 375 Euro pro Semester vorsieht und nur dann einfordert, wenn das Studium bereits abgeschlossen ist und ein Bruttoverdienst von 30.000 Euro oder mehr vorliegt.

"Wir Liberale haben nach Bekannt werden des Vorschlags aus Hamburg sogleich Sympathie geäußert und die Kompromissmöglichkeit für Hessen ins Gespräch gebracht. Dieses Modell könnte auch in Hessen den Kampf um die Studiengebühren beenden. Es nimmt unseren Gedanken der Nachlagerung auf, durch die die Studienbeiträge sozial abgefedert werden, da sie nur von denen geleistet werden müssen, die nach erfolgreichem Abschluss des Studiums über einen hohen Verdienst verfügen. Es ist aber auch gerecht, dass das Studium nicht vollkommen beitragsfrei wird. Die Gesellschaft zahlt die hohen Kosten eines Studiums, das in der Regel zu einem höheren Einkommen führt, dann ist es auch gerecht, wenn derjenige, der es finanziell verkraften kann, der Gesellschaft für sein Studium einen Teil zurückgibt", so Beer.

Beer wies jedoch auch auf ein Problem des Hamburger Modells hin. Bislang sei völlig offen, wie die entstehende finanzielle Lücke von mindestens 90 Millionen Euro jährlich für die ersten ca. fünf Jahre und dann anteilig in den folgenden Jahren ausgeglichen werden solle. "Den Hochschulen muss selbstverständlich die Finanzierung der Verbesserung der Studienbedingungen weiter ermöglicht werden."