FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Jürgen Lenders und Florian Rentsch: Opel hat eine besondere Bedeutung für Hessen

Aktuelle Stunde zu Opel

„Wir begrüßen, dass General Motors eine Grundsatzentscheidung zum zukünftigen Opel-Investor getroffen hat. Aber wir warnen vor zu frühem Jubel. Opel hat eine besondere Bedeutung für Hessen und steht erst am Anfang einer schwierigen Sanierung. Ein von Magna in Kooperation mit GM geführtes Unternehmen ‚New Opel’ hat die wirtschaftliche Chance, eine neue Strategie zu entwickeln und sich eine erfolgreiche Platzierung auf den Weltmärkten zu erarbeiten“, so Florian Rentsch, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und Jürgen Lenders, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.
 

Weiter sagte Lenders: „Magna ist ein Unternehmen mit einer mittelständischen Philosophie. Es weiß, wie man Autos baut sowie entwickelt und wie der Markt funktioniert. Jetzt muss Magna schauen, wo für Opel neue Marktschancen liegen.“ Daneben betonte Lenders, dass erst der Wettbewerb zwischen Magna und RHJI dazu geführt habe, dass Magna sein Eigenkapital von 100 Millionen Euro auf 450 Millionen Euro erhöht habe.

Rentsch ergänzte: „Wir haben deshalb Bauchschmerzen, weil es einerseits um viele tausende Arbeitsplätze und andererseits um immerhin 4,5 Milliarden Euro Geld der Steuerzahler geht. Die Grünen im Hessischen Landtag haben da offensichtlich keine Bedenken. Sie sagen, es sei alles kein Problem, alles umkompliziert. Wir sagen, dass die größten Probleme nun erst noch bewältigt werden müssen und dass wir im Sinne der Steuerzahler höchste Sensibilität an den Tag legen müssen. Wer bei einem solchen Verfahren keine Bauschmerzen hat, der ist Fehl am Platz.“

Zusammenfassend sagten Lenders und Rentsch: „Opel ist noch nicht über den Berg, denn u.a. die beihilferechtliche Prüfung durch die EU-Kommission steht noch aus. Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, in enger konstruktiver Abstimmung mit der Europäischen Kommission nach Lösungen zu suchen.“