Die FDP halte diesen Umgang der geschäftsführenden Landesregierung mit einem einstimmigen Landtagsbeschluss für nicht hinnehmbar. "Es ist Aufgabe der Landesregierung, einen Landtagsbeschluss umzusetzen. Im Fall der Wahlfreiheit der Kooperativen Gesamtschulen haben sich alle Fraktionen - bei Enthaltung der Linken - dafür ausgesprochen, dass die Schulen, die eine Rückkehr zu G9 als Alternative zu G8 anstreben, diese bereits zum neuen Schuljahr durchführen können. Diese wichtige Maßnahme zur Nachbesserung von G8 darf nicht unnötig verzögert werden. Schulen, Schüler und Eltern werden so völlig verwirrt, wie es im nächsten Schuljahr weitergeht", monierte Henzler.
Die FDP dränge darauf, dass die geschäftsführende Landesregierung den Landtagsbeschluss so schnell wie möglich umsetzt und den Kooperativen Gesamtschulen für eine Rückkehr zu G9 Planungssicherheit gibt. "Kultusminister Banzer hat bei Amtsantritt für alle Verbesserungsvorschläge im hessischen Schulsystem Offenheit signalisiert. Nun hat der Landtag einen Beschluss gefasst, der einen maßgeblichen Fehler der Vorgängerregierung bei der Umsetzung von G8 zurücknehmen soll. Wir erwarten, dass er diesen Auftrag fristgerecht ausführt und die Kultusverwaltung anweist, den Weg zur Wahlfreiheit für Kooperative Gesamtschulen zum nächsten Schuljahr freizumachen", so Henzler abschließend.
