Daher wird der Landtag aufgefordert, festzustellen, dass es erforderlich ist, durch den Einsatz des Verfassungsschutzes zu gewährleisten, gegen jede Form des politischen Extremismus vorgehen zu können. Rentsch führte dazu aus: „Demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien dürfen in einer wehrhaften Demokratie im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts keinen Raum erhalten. Wer unsere Demokratie wirksam schützen will, muss wissen, was seine Feinde denken.“
Rentsch kritisierte das Auftreten Schaus’, das mit seinem Amt als Vizepräsident des Hessischen Landtags in dieser Weise nicht vereinbar sei. Rentsch erklärte: „Sie schaden dem Ansehen des Landtags, Herr Abgeordneter Schaus. Als Vizepräsident sind Sie quasi Amtsträger, sie repräsentieren den Landtag und zwar durchgehend, das ist nicht nur in Ihrer Tätigkeit als Tagungspräsident der Fall. Wir haben an dieser Ausübung nichts auszusetzen, aber Sie irren, wenn Sie meinen, dass Sie als Vizepräsident einzig die Aufgabe haben, diese Sitzungen zu leiten. Scharfmacher sind für dieses Amt charakterlich nicht geeignet. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den anderen Vizepräsidenten des Hauses. Sie sind jederzeit Vorbild in ihrer Art des Umgangs, aber natürlich auch in ihrer Art der Debatten. Es ist und bleibt unerträglich, dass Sie als Vizepräsident mit einer linksextremen Organisation unter einem Dach sitzen.“ Abschließend formulierte Rentsch die Erwartung, dass der Abgeordnete Schaus sein Amt als Vizepräsident des Hessischen Landtags niederlege.
