Weit zurück wies der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende auch den Vorwurf seines Marburger Landtagskollegen Spies, die FDP habe "mit beleidigenden Worten" alle ernsthaften Verhandlungsangebote der SPD abgelehnt. "Wir alle wissen doch inzwischen, dass es Andrea Ypsilanti nicht wirklich um eine Annäherung an FDP-Positionen gegangen ist. Weder in ihren Briefen noch in ihrem Umgang mit uns Liberalen ist zu erkennen gewesen, dass sie wirklich an einer Ampelkoalition interessiert gewesen ist. Sie liebäugelte immer mit den Linken. Mit ihren Forderungen wie Einführung einer Vermögensteuer und von Mindestlöhnen sowie Abschaffung von G8 ist unser ‚Nein’ zu einer Ampel klar zu begründen."
Greilich forderte die SPD auf, die wirkliche Schuld an ihrem Versagen und dem Einbruch der Umfragewerte nicht bei anderen, sondern allein bei sich selbst zu suchen und in einen kritischen Prozess der Selbstkritik zu treten.