FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


Wolfgang Greilich: "Unfassbar, SPD stellt ihr Desaster als Schmutzkampagne der Medien dar. Selbstkritik wäre der richtigere Weg."

Äußerungen des SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Spies in der Marburger Neuen Zeitung vom 15. März 2008


Wolfgang Greilich
Die unheilvolle Geschichte der hessischen SPD nimmt ihren weiteren Weg durch Äußerungen in Presseorganen, so der neu gewählte Gießener Landtagsabgeordnete, Wolfgang Greilich. "In einer Diskussionsveranstaltung spricht der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Spies von einer Pressekampagne gegen Andrea Ypsilanti, andere reden gar von einer Schmutzkampagne. Schuld sind also wieder die Medien, kein Ansatz von Selbstkritik ist aus Reihen der SPD zu hören. Es ist unbegreiflich wie nach dem Desaster von Andrea Ypsilanti, das durch den Wortbruch und das unwürdige Bedrängen der Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger gekennzeichnet ist, nun weitergeführt wird durch die Abgabe des Schwarzen Peters an die Medienvertreter."

Weit zurück wies der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende auch den Vorwurf seines Marburger Landtagskollegen Spies, die FDP habe "mit beleidigenden Worten" alle ernsthaften Verhandlungsangebote der SPD abgelehnt. "Wir alle wissen doch inzwischen, dass es Andrea Ypsilanti nicht wirklich um eine Annäherung an FDP-Positionen gegangen ist. Weder in ihren Briefen noch in ihrem Umgang mit uns Liberalen ist zu erkennen gewesen, dass sie wirklich an einer Ampelkoalition interessiert gewesen ist. Sie liebäugelte immer mit den Linken. Mit ihren Forderungen wie Einführung einer Vermögensteuer und von Mindestlöhnen sowie Abschaffung von G8 ist unser ‚Nein’ zu einer Ampel klar zu begründen."

 Greilich forderte die SPD auf, die wirkliche Schuld an ihrem Versagen und dem Einbruch der Umfragewerte nicht bei anderen, sondern allein bei sich selbst zu suchen und in einen kritischen Prozess der Selbstkritik zu treten.