Kritisch merkte Hahn auch die überhebliche Art der Grünen an, wenn sie nun die Erfolge in der Bildungspolitik allein auf ihr Konto buchen. „Schließlich waren wir Liberale die ersten, die sich für die Wahlfreiheit für Kooperative Gesamtschulen zwischen G8 und G9 eingesetzt haben, und das schon vor vielen Jahren. Auch auf die FDP geht die Kritik an der so genannten ‚Unterrichtsgarantie Plus’ zurück, die wir schon damals bei ihrer Einführung lieber als ‚Verlässliche Schule’ bezeichnet hätten, um dem Etikettenschwindel vorzubeugen. Minister Banzer ist es nun zuzuschreiben, dass er die ehemaligen Fehler der CDU-Alleinregierung gemeinsam mit FDP und Grünen korrigiert. Hier einen alleinigen Erfolg für die Grünen zu reklamieren, ist nicht nur unredlich, sondern zeugt von großer Überheblichkeit.“
Hahn erinnerte daran, dass im Falle der Studiengebühren in keinster Weise von einem Erfolg für Hessen die Rede sein könne. „Hier hat die linke Front Dilettantismus pur gezeigt. Liest man heute die Befürchtungen von Professor Steinberg, Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt, so wird allen klar sein, dass es zur Verschlechterung der Studienbedingungen und der Qualität an hessischen Hochschulen durch die Abschaffung der Studiengebühren kommen wird.“
Wenn die Grünen sich als ‚treibende Kraft des Politikwechsels’ bezeichnen, so ist das anmaßend und aus unserer Sicht unangemessen. Der hessische FDP-Parteichef erklärte: „Wir haben schwierige Verhältnisse im Hessischen Landtag, dennoch setzen wir darauf, dass die Position von Mathias Wagner nur eine Einzelmeinung ist. Die Basis der Grünen, zum Beispiel auch die ehemalige Grünen-Landeschefin Evelin Schönhut-Keil, zeigt auch Wege zu einer Jamaika-Koalition auf. Tarek Al-Wazir und die Landtagsfraktion der Grünen sollten die restliche Sommerpause nutzen, um sich genügend Ruhe und Zeit auch hinsichtlich der eigenen Verantwortlichkeiten für die hessische Politik zu nehmen“, so Hahn.
Natürlich habe die hessische FDP keinerlei Angst vor Neuwahlen. „Die Entscheidung hierüber steht aber erst an, wenn endgültig klar wird, ob die Grünen nicht doch noch ihre Verantwortung auf dem Weg nach Jamaika finden. Hier warten wir Liberale gerne noch ein bisschen ab“, erklärte Hahn abschließend.